Abhängigkeitssyndrom ist der offizielle Fachausdruck in der ICD-10 (ICD-10: F1x.2) für Sucht, Suchterkrankung, Substanzabhängigkeit, Drogenabhängigkeit, Suchtmittelabhängigkeit, Abhängigkeit und ähnliche Begriffe.

Das Abhängigkeitssyndrom kann sich gemäß ICD-10 auf Alkohol, Opioide, Cannabinoide, Sedativa/Hypnotika, Kokain, andere Stimulanzien einschließlich Koffein, Halluzinogene, Tabak und flüchtige Lösungsmittel beziehen.

Wenn Sie von irgendeiner Substanz körperlich und/oder psychisch abhängig sind oder Abhängigkeit vermuten, sind Sie in diesem Artikel genau richtig.

Nach der ICD 10 ist zur Stellung der Diagnose Abhängigkeitssyndrom gefordert, dass bei der betroffenen Person während des letzten Jahres mindestens drei oder mehr der folgenden Kriterien gleichzeitig vorlagen:

  1. Ein starker Wunsch oder eine Art Zwang, ein Suchtmittel zu konsumieren
  2. Verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Beginns, der Beendigung und der Menge des Konsums des Suchtmittels
  3. Eine körperliche spezifische Entzugssymptomatik bei Beendigung oder Reduktion des Konsums
  4. Nachweis einer Toleranzentwicklung: Um die ursprünglich durch niedrigere Mengen des Suchtmittels erreichten Wirkungen hervorzurufen, wurden zunehmend höhere Mengen der Substanz erforderlich
  5. Fortschreitende Vernachlässigung anderer Interessen und Vergnügen zugunsten des Suchtmittelkonsums und/oder erhöhter Zeitaufwand, um die Substanz zu beschaffen, zu konsumieren oder sich von den Folgen zu erholen
  6. Anhaltender, fortgesetzter Substanzgebrauch trotz des Nachweises eindeutiger schädlicher Folgen (körperlicher, psychischer und/oder sozialer Art).

5-7% der Bevölkerung Deutschlands ist substanzabhängig. Ca. 2 Millionen Menschen (= 3-5% der Bevölkerung) sind alkoholabhängig (= alkoholkrank; s. Alkoholismus), ca. 1,4 Millionen Menschen medikamentenabhängig und ca. 7,5-10 Millionen nikotinabhängig.
Die Folgekosten liegen bei bis zu 30 Milliarden Euro, und der Einzelne verliert nicht selten seine Gesundheit, sein soziales Umfeld, seinen Beruf und sein Leben.

Häufige Komorbiditäten: affektive Störungen, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen, Abhängigkeit von anderen psychotropen Substanzen.

Oft werden Substanzen eingenommen, um die Beschwerden einer anderen psychischen Erkrankung (s.o.) entgegenzuwirken (Selbstbehandlungsversuch).

Lassen Sie sich im Fall einer Abhängigkeit (Substanzabhängigkeit, Suchtmittelabhängigkeit, Drogenabhängigkeit) oder einer vermuteten Abhängingkeit kostenlos beraten (Suchtberatung, Drogenberatung).

 


HAUPTTHERAPIE:

Liegt eine Abhängigkeit von Suchtmitteln vor, erfolgt zunächst stationär ein ein- bis vierwöchiger Entzug (= Entgiftung) in einer speziellen internistischen oder psychiatrischen Einrichtung (internistische Klinik, psychiatrische Klinik, toxikologische Abteilung). Dies kann auch ein Krankenhaus sein. Ziele der Entgiftung sind die vollständige Befreiung des Körpers vom Gift, die komplette Abstinenz und die Überwindung der Entzugssymptome.

Danach erfolgt stationär eine mehrmonatige Entwöhnung (4-6 Monate, gelegentlich auch länger) in einer auf Suchterkrankungen spezialisierten Einrichtung (s. Übersichtstabelle). Im Vordergrund der Entwöhnungsphase steht Psychotherapie. Vorrangiges Ziel der Entwöhnung ist der Aufbau eines drogenfreien Lebens.

Es gibt alternative, kurzfristigere Modelle, in denen z.B. 4-8 Wochen stationäre Entwöhnung mit anschließender einjähriger ambulanter Entwöhnung (Therapeuten, Fachambulanzen, psychosoziale Beratungsstellen etc.) mit wöchentlicher Teilnahme an einer geschlossenen Gruppe vorgesehen ist.

An die Entwöhnung schließt sich eine Nachsorgephase an. Ziel der Nachsorgephase ist die Aufrechterhaltung der Abstinenz bei Wiedereingliederung in ein drogenfreies Privat- und Berufsleben. In dieser Phase sind die Koordination der Unterstützung der Wiedereingliederung durch alle beteiligten Einrichtungen und Selbsthilfegruppen sehr wichtig (s. Selbsthilfe).

Aus der Entwöhnungsphase in die Nachsorgephase wird im Idealfall nur entlassen, wer einen gesicherten Arbeitsplatz, einen festen Wohnsitz, eine enge persönliche Bindung an die Familie oder den Freundeskreis und sinnvolle Freizeitbeschäftigungen hat.

Wichtig ist eine möglichst enge Verzahnung aller genannter Phasen.


BEGLEITENDE HYPNOTHERAPIE:

Die Ursachen einer Suchterkrankung liegen oft in der Kindheit und/oder in belastenden, ggf. traumatischen Situationen der Vergangenheit. Hypnotherapie ist in der Lage, mittels des Verfahrens der Regression in die Kindheit und in belastende Situationen aller Arten zurückzugehen.
Auf diese Weise können Süchte gezielt aufgelöst werden.

Nutzen Sie Hypnotherapie deshalb insbesondere dann, wenn Sie vermuten, dass die Ursachen Ihrer Suchterkrankung in psychosozialen Konflikten in der Kindheit und/oder in sonstigen Belastungen oder Traumatisierungen liegen.

Bei Suchterkrankungen wird ab der Entwöhnungsphase intensiv mit Psychotherapie gearbeitet.
Wenn Sie ein Mensch sind, der sich an die Ursachen seiner Sucht herantraut, dann sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt und Ihren TherapeutInnen auch über Hypnotherapie.

Hypnotherapie lässt sich bei Suchterkrankungen gut mit anderen (auch mit allen kassenfinanzierten) Psychotherapien kombinieren.

Unsere Empfehlung: Machen Sie ab der Entwöhnungsphase die durchgehende(n) Psychotherapie(n), die von Ihrer Therapieeinrichtung vorgesehen sind. Kommen Sie, in Absprache mit Ihren Ärzten und Therapeuten, während der gesamten Behandlungszeit zusätzlich, z.B. alle 4 Wochen, zu uns zur Hypnotherapie!

Hypnotherapie kann auch nach Beendigung aller Therapien zur Abstinenzprophylaxe (Rückfallsverhinderung) eingesetzt werden.

Mögliche Schwerpunkte der Hypnotherapie im Rahmen von begleitender Suchttherapie und Suchtprophylaxe:
– Arbeit mit dem inneren Kind
– Erweiterte Bearbeitung aktueller Probleme in Trance
– Neubewertung der Probleme durch das Unbewusste
– Das Unbewusste wird beauftragt, neue, kreative Lösungen finden
– Neuer Umgang mit den sozialen Folgen der Erkrankung auf Basis der Hypnoseerlebnisse
– Ursächliche Behandlung (mittels Regression → nur unter bestimmten Voraussetzungen und nur in späteren Phasen der Therapie sinnvoll)
– Bewusstes Erleben von Entspannung, Fallenlassen und Getragenwerden
– Ich-Stärkung
– Ressourcenaufbau
– Training des Sozialverhaltens in Trance
– Erleben neuer, positiver Gefühle
– Erlernen alternativer Verhaltensweisen.

Bei Suchterkrankungen behandeln wir mit Hypnotherapie stets in enger Absprache mit dem behandelnden Arzt bzw. der behandelnden Sucht-Spezialeinrichtung.

Literatur:
– Wikipedia
– Internet-Lexikon DocCheck Flexikon

 


QUELLENNACHWEIS:

Text: Abhängigkeitssyndrom.
Autor: Dr. Ilona Hündgen, Hypnosis Center München, Integratives Hypnose-Therapiezentrum

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