ADHS (ICD-10: F90 hyperkinetische Störungen) ist die Abkürzung von “Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität”. Bei ADHS treten Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität (Überaktivität) und Impulsivität kombiniert auf.

In der Fachwelt ist umstritten, ob es sich bei ADHS überhaupt um eine eigenständige Erkrankung handelt.

Merkmale von ADHS (vgl. ICD-10-Online-Dokumentation):
– Früher Beginn, meist in den ersten fünf Lebensjahren
– Mangel an Ausdauer bei Beschäftigungen, die kognitiven Einsatz verlangen, und eine Tendenz, von einer Tätigkeit zu einer anderen zu wechseln, ohne etwas zu Ende zu bringen.
– ADHS-Betroffene sind oft achtlos, unaufmerksam, desorganisiert, unkoordiniert, überaktiv und impulsiv. Sie versagen deshalb häufig trotz normaler Intelligenz und trotz normal entwickelten sozialen Fähigkeiten in der Schule.
– Eine Beeinträchtigung kognitiver Funktionen ist möglich, spezifische Verzögerungen der motorischen und sprachlichen Entwicklung kommen überproportional oft vor.
– Die Beziehung zu Erwachsenen ist oft von einer Distanzstörung und einem Mangel an normaler Vorsicht und Zurückhaltung geprägt.
– Bei anderen Kindern sind Hyperaktive oft unbeliebt und können isoliert sein.
– ADHS-Kinder werden von den Eltern oft getadelt und bestraft, und von Mitschülern werden sie häufig gemobbt. Dies führt vielfach zu einer zusätzlichen (sekundären) Traumatisierung.
– Sekundär mögliche Komplikationen sind dissoziales Verhalten und niedriges Selbstwertgefühl.

Ursachen: Als wesentliche Ursache wird angenommen, dass zu wenig Dopamin im Frontalhirn die Fähigkeit zur Verhaltenssteuerung und zur Konzentration reduziert. Umgekehrt führe ein Zuviel an Dopamin im Bereich der Basalganglien zu einer verringerten Reizfilterung und somit zu Reizüberflutung und, daraus resultierend, zu Überforderung.

Therapie:
– In sehr schweren Fällen kann medikamentös mit Methylphenidat (s. Ritalin) behandelt werden.
– Generell ist Psychoptherapie zu diskutieren. Bei Kindern und Jugendlichen kommen nach ärztlicher Abklärung Kinder- und Jugendlichen-Psychologen in Betracht.
– Hypnotherapie kann begleitend eingesetzt werden (Ich-Stärkung/Selbstbewusstsein, Traumatisierungen, psychosoziale Konflikte).
– ADHS-Kinder brauchen vor allem viel Bewegung, sowohl in der Freizeit als auch zwischen kurzen Lerneinheiten. Weil normale Schulen dem extrem ausgeprägten Bewegungsdrang nicht nachgeben können, gibt es spezielle Schulen für ADHS-Kinder (Beispiel: Privates Gymnasium Esslingen).
– Der Einbezug der Angehörigen in die Therapie in Form von Elterntraining und Familientherapie ist sehr zu empfehlen.

Häufige Komorbiditäten: Autismus, TIC-Störungen, Angststörungen, Depression, Legasthenie.

Anmerkungen:
– ADHS persistiert in mehr als 50% der Fälle bis in das Erwachsenenalter
– Wichtig: Die Betroffenen sind nicht böswillig, sondern nur konzentrationsunfähig.

Weiterführende Information:
Wikipedia: ADHS
YouTube-Videos zu ADHS (Playlist von hypnospirits)

 


QUELLENNACHWEIS:

Text: ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom).
Autor: Dr. Ilona Hündgen, Hypnosis Center München, Integratives Hypnose-Therapiezentrum

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