Eine akute Belastungsreaktion (ICD-10: F43.0) ist eine körperlich und psychisch starke Reaktion auf eine außergewöhnliche, sehr belastende Situation, die zu einer Traumatisierung im Sinne einer PTBS führen kann, aber nicht zwangsläufig führen muss.

Merkmale einer akuten Belastungssituation (vgl. ICD-10-Online-Dokumentation):
– Vorübergehende Störung, die sich bei einem psychisch nicht manifest gestörten Menschen als Reaktion auf eine außergewöhnliche physische oder psychische Belastung entwickelt und die im Allgemeinen innerhalb von Stunden oder einigen wenigen Tagen abklingt.
– Akute Belastungsreaktionen können z.B. nach Unfällen, nach Verlusten, nach schrecklichen Erlebnissen im Krieg und nach Naturkatstrophen auftreten.
– Die Symptomatik zeigt typischerweise ein gemischtes und wechselndes Bild, beginnend mit einer Art von “Betäubung”, mit einer gewissen Bewusstseinseinengung und eingeschränkten Aufmerksamkeit, einer Unfähigkeit, Reize zu verarbeiten und Desorientiertheit. Diesem Zustand kann ein weiteres Sichzurückziehen aus der Umweltsituation folgen (bis hin zu dissoziativem Stupor, siehe F44.2) oder aber ein Unruhezustand und Überaktivität (wie Fluchtreaktion oder Fugue). Zumeist treten vegetative Zeichen panischer Angst wie Tachykardie, Schwitzen und Erröten auf.
– Psychischer Schock, Krisenzustand, Nervenzusammenbruch
– Die Symptome erscheinen im Allgemeinen innerhalb von Minuten nach dem belastenden Ereignis und gehen innerhalb von zwei oder drei Tagen, oft innerhalb von Stunden zurück.
– Teilweise oder vollständige Amnesie (siehe F44.0) bezüglich dieser Episode kann vorkommen.

Das Erleben einer akuten Belastungsreaktion ist nur kurzfristig (2-3 Tage). Wenn die Symptome andauern, sollte eine Änderung der Diagnose zur Posttraumatischen Belastungsstörung (s. PTBS) in Erwägung gezogen werden. In diesem Fall ist Traumatherapie indiziert.

In bezug auf das Auftreten und Schweregrad der akuten Belastungsreaktionen spielen die individuelle Vulnerabilität (Verletzlichkeit) und die zur Verfügung stehenden Bewältigungsmechanismen (Coping-Strategien) eine wichtige Rolle: dieselben Erlebnisse können verschieden veranlagte Menschen ganz unterschiedlich belasten. Der eine Mensch ist anschließend vielleicht tief traumatisiert, ein anderer hat gar nichts.

Therapieempfehlung:
– Wenn Sie das Gefühl haben, mit erlebten Situationen nicht zurechtzukommen, empfehlen wir dringend, sich so früh wie möglich psychotherapeutische Begleitung bei einem Traumatherapeuten zu suchen. Allein schon die Aussprache kann sehr erleichtern, vor Depression schützen und eine Chronifizierung hin zur PTBS verhindern.
Traumatherapie: Verhaltenstherapie und/oder EMDR

Literatur:
– Internet-Lexikon DocCheck Flexikon
– Wikipedia

 


QUELLENNACHWEIS:

Text: Akute Belastungsreaktion.
Autor: Dr. Ilona Hündgen, Hypnosis Center München, Integratives Hypnose-Therapiezentrum

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