Anpassungsstörungen (vgl. Wikipedia) sind Zustände von subjektiver Bedrängnis und emotionaler Beeinträchtigung, die im allgemeinen soziale Funktionen und Leistungen behindern und während des Anpassungsprozesses nach einer entscheidenden Lebensveränderung oder nach belastenden Lebensereignissen auftreten.

Weitere Merkmale von Anpassungsstörungen (s. ICD-10-Online-Dokumentation):
– Die Belastung kann das soziale Netz des Betroffenen beschädigt haben (wie bei einem Trauerfall oder Trennungserlebnissen) oder das weitere Umfeld sozialer Unterstützung oder soziale Werte (wie bei Emigration oder nach Flucht). Sie kann auch in einem größeren Entwicklungsschritt oder einer Krise bestehen (wie Schulbesuch, Elternschaft, Misserfolg, Erreichen eines ersehnten Zieles und Ruhestand). Auch nach Organverlusten (Auge, Brust, Niere o.ä.) entstehen oft Anpassungsstörungen.
– Die individuelle Prädisposition oder Vulnerabilität spielt bei dem möglichen Auftreten und bei der Form der Anpassungsstörung eine bedeutsame Rolle; es ist aber dennoch davon auszugehen, dass das Krankheitsbild ohne die Belastung nicht entstanden wäre.
– Die Anzeichen sind unterschiedlich und umfassen depressive Stimmung, Angst oder Sorge (oder eine Mischung von diesen). Außerdem kann ein Gefühl bestehen, mit den alltäglichen Gegebenheiten nicht zurechtzukommen, diese nicht vorausplanen oder fortsetzen zu können.
– Störungen des Sozialverhaltens können insbesondere bei Jugendlichen ein zusätzliches Symptom sein.
– Hervorstechendes Merkmal einer Anpassungsstörung kann eine kurze oder längere depressive Reaktion oder eine Störung anderer Gefühle und des Sozialverhaltens sein.
– KEINE Albträume/Flashbacks von konkreten Unglückssituationen. Wenn Albträume/Flashbacks vorhanden sind, ist zu prüfen, ob eine PTBS vorliegt.

Therapieempfehlungen bei Anpassungsstörungen:
– Bei schweren Anpassungsstörungen in komplexen Zusammenhängen (z.B. bei ausgeprägtem Erschöpfungs-Syndrom): dauerhaft angelegte Psychotherapie (z.B. Verhaltenstherapie) plus zusätzlich punktuell (z.B. alle 4 Wochen) nach Bedarf Hypnotherapie
– Hypnotherapie als Monotherapie (alleinige Therapie)

Bei Anpassungsstörungen spielen oft psychosoziale Konflikte eine Rolle. In diesen Fällen ist Hypnose zur Therapie von Anpassungsstörungen besonders gut geeignet.

Hypnotherapie lässt sich bei psychisch verursachten Erkrankungen gut mit anderen (auch mit allen kassenfinanzierten) Psychotherapien kombinieren.

Literatur:
– Internet-Lexikon DocCheck Flexikon
– Wikipedia

 


QUELLENNACHWEIS:

Text: Anpassungsstörungen.
Autor: Dr. Ilona Hündgen, Hypnosis Center München, Integratives Hypnose-Therapiezentrum

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