Manie (ICD-10: F30.0) ist eine Form der affektive Störungen (s. affektive Störungen).

Merkmale der Manie (s. ICD-10-Online-Dokumentation):
– Die Stimmung ist situationsinadäquat gehoben und kann zwischen sorgloser Heiterkeit und fast unkontrollierbarer Erregung schwanken.
– Die gehobene Stimmung ist mit vermehrtem Antrieb verbunden, dies führt zu Überaktivität, Rededrang und vermindertem Schlafbedürfnis.
– Die Aufmerksamkeit kann nicht mehr aufrechterhalten werden, es kommt oft zu starker Ablenkbarkeit.
– Die Selbsteinschätzung ist mit Größenideen oder übertriebenem Optimismus bis hin zum Größenwahn häufig weit überhöht.
– Der Verlust normaler sozialer Hemmungen kann zu einem leichtsinnigen, rücksichtslosen oder in Bezug auf die Umstände unpassenden und persönlichkeitsfremden Verhalten führen (hohe Geldausgaben, Tollkühnheit, Unberechenbarkeit).
– Selbstgefährdung: In akut-manischen Zuständen kann unmittelbare Lebensgefahr bestehen, weil sich Maniker stark überschätzen. Manche Betroffene springen aus dem Fenster in dem Glauben, fliegen zu können.
– Fremdgefährdung: aggressive Maniker können Dritte verletzen oder lebensgefährlich bedrohen.

Unsere Therapieempfehlungen:
– Bei akuten Zuständen: sofort Arztbesuch/Psychiater/psychiatrische Klinik, spezialisierte Therapieeinrichtung, ggf. Medikamente.
– Nach Abklingen des Akutzustandes: Langzeit-Psychotherapie, z.B. Verhaltenstherapie + Hypnotherapie ca. alle 4 Wochen.
– Nach Abklingen des Akutzustandes: Hypnotherapie als Langzeittherapie (Monotherapie), in Absprache mit dem behandelnden Arzt (z.B. nach bisher erfolglosen symptomatischen Therapien).

Manien können unterschiedliche Ursachen haben. Es werden u.a. genetische, persönliche, Umwelt- und psychische Faktoren diskutiert.

Wenn die Manie psychisch bedingt oder mitbedingt ist, kann Hypnotherapie in den folgenden Bereichen hilfreich sein:

  • Ursächliche Behandlung der Manie (Altersregression; s. Regression)
  • Problembearbeitung
  • Umgang mit möglichen Folgen der Manie (Schulden, Jobverlust, Zerstörung des sozialen Umfeldes)
  • Bewusstes Erleben von Entspannung und Druckminderung
  • Ich-Stärkung
  • Erleben neuer, positiver Gefühle
  • Erlernen alternativer Verhaltensweisen.

Wir behandeln Manien stets in Absprache mit dem behandelnden Arzt.

Manien können am leichtesten unmittelbar nach ihrem vollständigen Abklingen psychotherapeutisch behandelt werden. Dann ist die Therapiebereitschaft am höchsten, und das Risiko einer Verschlimmerung durch die Therapie ist gering.

Hinweise:
– Jede Form von ursächlich behandelnder Psychotherapie kann die Symptomatik zunächst verschlimmern (Erstverschlimmerung), weil in der Psychotherapie Dinge hervorgebracht und bewusstgemacht werden, die vorher unter Verschluss waren. Dafür kann aber auf dieser Basis vielfach echte, dauerhafte psychische Heilung einsetzen.
– Psychische Erkrankungen haben eine Schutzfunktion. Sie schützen den Betroffenen vor Erleben, das das Bewusstsein irgendwann (z.B. in der Kindheit) nicht hätte ertragen können. Das Kind wäre ohne diesen Schutz möglicherweise sogar gestorben. Die Aufhebung dieses Schutzes und die Bearbeitung und Heilung dessen, was “unter diesem Schutz liegt”, im Rahmen von Therapie bedarf deshalb gerade bei schweren Erkrankungen wie der Manie größter Vorsicht. Hier darf niemals etwas erzwungen werden. Die/der Betroffene muss zu der möglichen Veränderung in vollem Umfang bereit sein und selbst daran arbeiten wollen.
– Psychotherapeutisch therapiert werden darf und kann bei Manie nur, wenn die betroffene Person dafür reif ist. Dies ist leider oft erst dann der Fall, wenn die Konsequenzen der Erkrankung so selbstzerstörerisch sind, dass ein “Weitermachen wie bisher” nicht möglich ist. Doch selbst dann kann sich für den Betroffenen nur das ändern, was er selbst ändern will.
– Wir empfehlen bei psychogener Manie Langzeit-Psychotherapie (mindestens 2-3 Jahre), weil psychogene Manie oft eine schwere, teifgreifende und hartnäckige Störung mit komplexem psychosozialem Konflikthintergrund ist. Schnelle, oberflächliche Lösungen sind hier kontraindiziert.

Dass Hypnose bei Manien angeblich die Suizidalität befördern könne, wurde widerlegt (s. Kossak: Hypnose, 2013, S. 468).

Literatur:
– Internet-Lexikon DocCheck Flexikon
Wikipedia

 


QUELLENNACHWEIS:

Text: Manie
Autor: Dr. Ilona Hündgen, Hypnosis Center München, Integratives Hypnose-Therapiezentrum

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Über den Autor:

Heilpraktikerin für Psychotherapie
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