Affektive Störungen

Affektive Störungen (ICD-10: F3; s. ICD-10-Online-Dokumentation) ist der Überbegriff für eine Reihe von Erkrankungen, bei denen die Affektivität gestört ist. Hierzu gehören insbesondere die manische Episode (ICD-10: F30; s. Manie), die bipolare affektive Störung (ICD-10: F31; s. bipolare Störung), die depressive Episode (ICD-10: F32; s. Depression) und die rezidivierende (mehrfach wiederkehrende) depressive Störung (ICD-10: F33;

Depression

Depression ist eine Unterform der affektiven Störungen (s. affektive Störungen; s. ICD-10: F3). Bei der Depression herrschen phasenweise Stimmungstiefs (negative Stimmung und Gedanken), Antriebslosigkeit, mangelndes Interesse, mangelnde Leistungsfähigkeit und mangelndes Selbstwertgefühl vor. Stimmungsschwankungen kommen auch regelmäßig bei gesunden Menschen vor. Depressive Stimmungstiefs sind jedoch beim Erkrankten hinsichtlich Intensität und Dauer deutlicher ausgeprägt als beim gesunden

Emotionale Störungen

Emotionale Störungen und emotionale Krisen sind Störungen bzw. Krisen im Bereich der Emotionalität bzw. Emotion. "Emotionalität" bezeichnet die Gesamtheit des Gefühlslebens bzw. der Affektivität (nicht: des Affekts!), also der Vielzahl der Möglichkeiten, an etwas gefühlsmäßig beteiligt zu sein. Emotionale Störungen liegen vor allem den affektiven Störungen (s. affektive Störungen; ICD-10: F3) zugrunde. Hier ist insbesondere

Erschöpfungssyndrom

Ein Syndrom ist keine diagnostizierbare Erkrankung, sondern ein Bündel typischer Symptome, das bei unterschiedlichen Erkrankungen vorkommen kann. Dieses Symptomenbündel kann unterschiedlichen Erkrankungen zugeordnet werden. So gibt es z.B. das "depressive Syndrom", das "Burnout-Syndrom" (s. Liste der medizinischen Syndrome), das "Autismus-Syndrom" und eben auch das "Erschöpfungssyndrom" (die letzten beiden sind nicht in der Liste der medizinischen

Essstörungen

Essstörungen (s. ICD-10: F50) sind Erkrankungen, die sich auf das Essverhalten, auf die Einstellung zum Essen sowie auf Körperfaktoren, die mit dem Essen in Verbindung stehen, zu tun haben. In der therapeutischen Praxis kommen die drei folgenden Arten von Essstörungen häufig vor (s. ICD-10-Online-Dokumentation): 1. Anorexia nervosa, Anorexie, Magersucht (s. ICD-10: F50.0) → striktes Hungern,

Lichttherapie

Lichttherapie ist ein medizinisch anerkanntes Verfahren zur Behandlung verschiedener Erkrankungen, insbesondere von saisonaler Depression (ICD-10: F32.8 sonstige depressive Episoden). Manche Menschen werden im Winter aufgrund mangelnden Sonnenlichts und des demzufolge fehlenden Vitamin D3 depressiv. In diesem Fall kann es hilfreich sein, das Lichtdefizit zusätzlich durch Licht einer künstlichen Lichtquelle auszugleichen. Merkmale der Lichttherapie: - Dauer

Neurasthenie

Neurasthenie (ICD-10: F48.0) ist eine rein psychische Erkrankung, deren Haupmerkmal in geistiger Erschöpfung besteht. Merkmale der Neurasthenie (s. ICD-10-Online-Dokumentation): - Im Erscheinungsbild zeigen sich beträchtliche kulturelle Unterschiede. - Zwei Hauptformen überschneiden sich beträchtlich: Bei einer Form ist das Hauptcharakteristikum die Klage über vermehrte Müdigkeit nach geistigen Anstrengungen, häufig verbunden mit abnehmender Arbeitsleistung oder Effektivität bei

Schizoaffektive Störung

Schizoaffektive Störungen (ICD-10: F25) sind Erkrankungen, bei denen manische, hypomanische und/oder depressive Symptome zeitgleich (in allen denkbaren Kombinationen) zusammen mit schizophrenen Symptomen auftreten . Merkmale schizoaffektiver Störungen: - Episodische Störungen, bei denen sowohl affektive (also manische, hypomanische und/oder depressive) Symptome als auch einzelne schizophrene Symptome auftreten. - Die Störung erfüllt die Kriterien für eine mittelgradige

Schlafentzugstherapie

Bei der Behandlung leichterer Depressionen kann Schlafentzugstherapie eine Option sein. Bei totalem Schlafentzug bleibt man die gesamte Nacht, bei partiellem Schlafentzug ab ca. 1 Uhr morgens vollständig wach. Es ist auch kein "kleines Nickerchen" erlaubt. Am Tag nach dem Schlafentzug darf tagsüber nicht geschlafen werden, ansonsten würde dies den Therapieerfolg gefährden. Ungefähr die Hälfte der

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